Hopfenzupfafest in Tettenwang 15.08.2004
Bauernmarkt und Bulldogg-Oldtimerparade auf dem Hopfenerlebnishof
Michael Forster (Alle Fotos: Binder)
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Einen Hauch von Nostalgie und Idylle verspürten die Besucher des bereits zur
Tradition gewordenen "Hopfenzupfa-Festes" auf dem Hopfenerlebnishof Michael Forster in Tettenwang im Altmühltal.

Bei idealen Witterungsverhältnissen wurden von Schirmherr Bürgermeister Adam Dierl und
Michael Forster durch die Begrüßung der vielen Gäste, darunter Landwirtschaftsdirektor Josef Waller,
der Vorsitzende des Hopfenförderkreises Jura Franz Euringer aus Dünzing, die neue erst seit 8 Tagen
im Amt befindliche Hallertauer Hopfenprinzessin Maria Fuß aus Lutzmannsdorf
und die Jurahopfen-Vizekönigin Veronika Schmailzl aus Tettenwang, der Startschuß zum Hopfenzupferfest
2004 gegeben.
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Jura-Vizehopfenkönigin Veronika Schmailzl und Michael Forster
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Schirmherr Bürgermeister Adam Dierl verwies darauf, dass im Gebiet von Altmannstein und Umgebung
nachweislich seit 1850 Hopfen angebaut wird, 1896 habe Altmannstein die Genehmigung für ein eigenes
Siegel erhalten, welches heute noch in Gebrauch ist.
Der Hopfenbau habe einen hohen Stellenwert im landwirtschaftlichen Bereich in dieser Region.
Er dankte Michael Forster für die Idee und Organisation des Festes samt seinen freiwilligen Helfern.

Auch bringe Forster mit seinem Hopfenerlebnishof, Hopfenmuseum und Hopfenlehrpfad die Hopfenzeit
heute und wie sie zu Omas und Opas Zeiten waren trefflich zur Ausdruck. Dierl erinnerte auch an
das Motto des Hopfenzupferfestes „Hopfenzupfen wie anno dazumal“.
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Auszug der Hopfazupfa
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Diese Idylle, sofern es anno dazumal überhaupt eine war, wurde dann original
dargestellt. Michael Forster vornweg mit der Hopfenstange, die zum
Abreißen der Reben von der Aufhängung dient, und einige
Hopfenzupferinnen zogen musikalisch begleitet von den beiden
Quetschn-Spielern Georg Huber und Kurt Petschl aus Beilngries aus.
Nicht nur im richtigen Hopfenbrocker.G`wand, sondern auch versehen mit den
„Metzen“, setzte sich der Zug in Gang.
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Musi Georg Nuber und Kurt Petschl aus Beilngries
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Walburga Eberl und Tochter Anna fertigten Hopfenkränze
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In diese 60 Liter fassende Körbe wurden die Hopfendolden gezupft.
Nach der Zahl der vollgebrockten Metzen
richtete sich früher auch die Belohnung. Aber ganz so hektisch ging es diesmal nicht zu.
Bald konnten sich auch alle Interessenten am „Hopfenbrocken“ üben und so mancher nahm auch
ein Sträußchen
von dem „grünen Gold“ mit nach Hause. Wobei „grünes Gold“ zum Leidwesen der Hopfenbauern
auch schon
weitgehend Nostalgie ist. Seit etlichen Jahren jedenfalls.
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Die Hopfenbrockerinnen
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geschickter Nachwuchs
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Jetzt ein Schluck frisches Zwickel
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Bis es aber hieß „auf geht’s zum Hopfazupfa“ war das
Fest schon einige Stunden im Gange und es gab auch
zuvor schon Attraktionen genug. Denn bald nach dem von
Pfarrer John Vaipil zelebrierten Festgottesdienst
spielten die Hexenaggerer Buam zum Frühschoppen auf,
es gab natürlich Bier mit Tettenwang Hopfen gebraut,
es begann ein großer Bauern- und Handwerkermarkt,
der seinen Namen auch vollauf verdiente.

„Es gibt fast nichts, was hier
nicht gibt“ meinte ein Besucher. Trotzdem blieb man
nicht nur dort länger stehen,
wo es Hopfenschnaps und frisches Bauernbrot zum Kosten gab. Aufsehen erregten zum
Beispiel Korbflechter
Anton Klingl (wer wollte, konnte auch einen Hopfenmetzen in Auftrag geben), Drechsler und
Tischler, sowie
Helga und Hans Greimer aus Cham mit ihrem uralten Webstuhl, der noch nach dem
System von vor 200
Jahren arbeitet. Paul und Walburga Eberl aus Tettenwang fertigten
schöne Hopfenkränze, Speiseöl aus Raps von
der Halledau wurde gleichfalls oft begutachtet und auch gekauft.
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Korbflechter Anton Klingl fertigt Metzen
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Hans Greimer aus Amberg an seinem uralten Webstuhl
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Vor dem Kauf wurde zuerst mal gekostet
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So wie die Besucher und Marktbeschicker aus der ganzen Region kamen, traf
dies auch auf die Teilnehmer des Bulldog-Oldtimertreffen zu, die aus allen
Himmelsrichtungen schon im Laufe des Vormittags mit ihren teils gut 50 Jahre
alten aufpolierten Zugmaschinen nach Tettenwang schnaubten.

Originell ein Weicheringer von den „Oldtimer-Freunde Königsmoos“: „Den Oldtimer
mit dem Oldtimer zum Oldtimer-Treffen gezogen“ könnte man dies überschreiben.
Auf einem alten Schlüter karrte er einen alten Deutz Baujahr 1941 auf einem
Anhänger nach Tettenwang. Denn mit dieser Höchstgeschwindigkeit von 6
Stundenkilometern, hätte er wohl schon in der Nacht abfahren müssen, um zeitig
hierher nach Tettenwang zu kommen.

Für die Kinder gab es Rundfahrten auf einem von einem Oldtimer gezogenen
Anhänger, Kinderschminken und jede Menge Spiele.
So hatte an diesem Sonntag alles in Allem jeder seinen Spass in Tettenwang.
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Einer der „Stars“ Deutz Bulldogg Baujahr 1941
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